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Erneuerbare Energien - Wasserkraft

Erneuerbare Energie in Deutschland

Diagram Veränderung Stromerzeugung

Seit Jahren nimmt die Energiegewinnung aus regenerativen Quellen in Deutschland zu; derzeit wird knapp ein Viertel des Gesamtbedarfs aus diesen Quellen gedeckt. Davon entfallen auf:

  • Windkraft 9,1 %
  • Biomasse 7 %
  • Photovoltaik 5,7 %
  • Wasserkraft 3,3 %
  • Hausmüll 1 %

Wasserkraft als regenerative Energie

Wasserkraft ist nach der traditionellen Nutzung von Biomasse, die wichtigste regenerative Energiequelle. Weltweit werden etwa 16 Prozent des benötigten Stroms aus Wasserkraft erzeugt. Allerdings schwankt der Anteil von aus Wasserkraft erzeugtem Strom in den einzelnen Staaten erheblich. Das liegt an den natürlichen geographischen Gegebenheiten.

In Deutschland liegt der Anteil an Strom, der aus Wasserkraft gewonnen wird, mit 3,3 Prozent sehr niedrig. Das natürliche Potenzial ist hier ausgeschöpft, denn an allen geeigneten Flüssen gibt es bereits Wasserkraftwerke. In bergigen Ländern kann die Wasserkraft deutlich besser genutzt werden, beispielsweise in Norwegen. Zum einen ist dort das Angebot an Flüssen höher, die Flüsse sind deutlich größer (Amazonas), d.h. sie haben mehr Wasser im Angebot oder sie weisen eine höhere Fließgeschwindigkeit wegen der bergigen Gegend auf, was für die Stromgewinnung bedeutend ist. Die Spree wäre z.B. ungeeignet.
Aus Norwegen stammen über 80 Prozent der gesamten erzeugten Strommenge aus Wasserkraft. In Österreich sind es 60 Prozent. Auch Brasilien, Kanada, Island, Nepal, Mosambik und Schweden erzeugen mehr als die Hälfte ihres benötigten Stroms aus Wasserkraft.

Einsatz von Wasserkraft in Schwellenländer

Besonders Länder, die auf dem Weg zu einem Industriestaat sind, benötigen zum Aufbau einer eigenen starken Industrie viel Energie. Wenn es die geographischen Bedingungen möglich machen, errichten sie große Wasserkraftwerke. Dies hat wiederholt zu Protesten von Bürgern und Umweltschützern geführt.

So ist in China der sogenannte „Drei-Schluchten-Damm“ einer der größten Staudämme der Welt. Beim Aufstauen des Wassers wurden 13 Städte überflutet, etwa eineinhalb Millionen Menschen mussten umgesiedelt werden. Bei solchen Großprojekten können also die grundsätzlich positiven Auswirkungen des Einsatzes von Wasserkraft zu negativen Folgen, nämlich zu starken politischen und sozialen Spannungen, führen. Selbst die Entscheidung im Volkskongress, dieses Großprojekt durchzuführen, wurde nur mit einer Zweidrittelmehrheit gefällt. Gegner wurden verbannt oder eingesperrt. Mit dem Drei-Schluchten-Staudamm hat China bereits 2014 die größte Menge an Strom weltweit hergestellt.