Virtuelles Wasser
Was ist virtuelles Wasser?
Virtuelles Wasser meint unsichtbares Wasser, das du im Essen oder in deiner Bekleidung sozusagen mitgeliefert bekommst. Du siehst einem O-Saft oder T-Shirt nicht an, wie viel Wasser wirklich „drin steckt“.
In Spanien wachsen und reifen jedes Jahr 3 Millionen Tonnen Orangen oder in China sind es 8 Millionen Tonnen Baumwolle, die bis zur Ernte um ein Vielfaches ihres eigenen Gewichtes gegossen sein wollen.
Virtuelles Wasser in Nahrungsmitteln und Textilien
In Deutschland braucht jeder von uns 126 Liter Wasser am Tag. Dabei fällt im Haushalt immer weniger Wasser an. In erster Linie ist es die Landwirtschaft, die jede Menge Wasser für Nahrungsmittel, aber auch für Wolle, Leder oder Holz nutzt. So „enthält“ 1 kg Weizen 1.000 bis 2.000 Liter, 1 kg Käse rund 5.000 Liter und 1 kg Rindfleisch über 16.000 Liter „virtuelles Wasser“.
Hier erfährst du, wie viel Wasser in alltäglichen Dingen drin steckt:
- 1 T-Shirt - 2.700 Liter
- 1 Jeans - 10.800 Liter
- 1 kg Eier - 3.300 Liter
- 1 Liter Wein - 960 Liter
- 1 kg Kaffee - 1.120 Liter
- 1 kg Kartoffeln - 900 Liter
- 1 kg Zucker - 1.500 Liter
- 1 kg Reis - 3.400 Liter
Virtuelles Wasser in Technikprodukten
Ohne Wasser säße die Industrie ziemlich auf dem Trockenen. Hier ist Wasser als wichtiger Stoff fast überall – direkt oder indirekt – beteiligt.
Um ein Auto zu bauen, werden bis zu 400.000 Liter – am Ende „unsichtbares“ – Wasser benötigt. In Computern, Bildschirmen oder Telefonen steckt mehr Wasser drin, als du denkst.
- 1 Auto mit einem Gewicht von 1.500 kg - 400.000 Liter
- 1 Computer - 20.000 Liter
- 1 Fahrrad - 5.000 Liter
- 1 Microchip - 32 Liter


